Kreditkarte für Selbstständige: Liquidität, Rewards und
Optimieren Sie Ihre Finanzen mit der richtigen Kreditkarte für Selbstständige. Vergleichen Sie Angebote und behalten Sie Liquidität, Rewards und Steuern im
iPayBetter Redaktion
Redaktion, iPayBetter
Kreditkarte selbstständigeEin Quartal endet, die Steuervorauszahlung wird fällig, die Büromiete steht an und drei Lieferanten warten auf ihre Überweisung. Auf dem Geschäftskonto ist Geld vorhanden, aber ein grosser Teil davon steckt noch in offenen Kundenrechnungen. Gleichzeitig akzeptieren Steueramt, Vermieter und viele Lieferanten keine Kreditkarte. Für Selbstständige stellt sich deshalb nicht einfach die Frage, ob eine Kreditkarte sinnvoll ist. Entscheidend ist, wo sie Liquidität schafft, Ausgaben sauber dokumentiert und bei welchen Zahlungen Rewards tatsächlich einen Mehrwert liefern.
Inhaltsverzeichnis
- Warum Selbstständige ihre Kreditkarte anders nutzen müssen
- Geschäftsausgaben brauchen eine eigene Spur
- Die drei Kreditkartentypen im Vergleich für Selbstständige
- Entscheidungsmatrix für den Geschäftsalltag
- Bonitätskriterien und erfolgreiche Antragstellung
- Unterlagen frühzeitig vorbereiten
- Bonität vor dem Antrag stabilisieren
- Liquiditätsmanagement und Rewards als strategisches System
- Pflichtausgaben als Rewards-Kategorie
- Steuerliche Behandlung von Gebühren, Cashback und Meilen
- Cashback, Punkte und Meilen richtig einordnen
- Klassische Firmenkreditkarte oder alternative Zahlungsplattform
- Fünf typische Geschäftsmodelle
- Praktischer Fahrplan für Beantragung und die ersten 90 Tage
- Die ersten Wochen
- Tag 30 bis 90
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Warum Selbstständige ihre Kreditkarte anders nutzen müssen
Ein Freelancer kann seine Kreditkarte im Alltag problemlos für Softwareabos, Hotelbuchungen oder Online-Werbung einsetzen. Bei den grössten Pflichtausgaben hilft sie zunächst scheinbar wenig. Miete, Steuern, Versicherungen und klassische Lieferantenrechnungen laufen meist über IBAN oder Einzahlungsschein. Genau dort liegt der Unterschied zwischen einer privaten Konsumentenkarte und einem strategisch eingesetzten Zahlungsmittel für den Betrieb.
Die Karte kann den Zahlungszeitpunkt von betrieblichen Ausgaben vom Zeitpunkt der Rechnung trennen. Das ist relevant, wenn Einnahmen unregelmässig eingehen oder ein Projekt erst nach Lieferung fakturiert wird. Der Vorteil entsteht aber nur, wenn die Abrechnung vollständig beglichen wird. Wer die Karte als dauerhafte Finanzierung verwendet und Zinsen oder Mahnkosten auflaufen lässt, macht aus einem Liquiditätsinstrument eine teure Schuld.
Auch der Schweizer Zahlungsalltag spricht für eine differenzierte Betrachtung. Im Swiss Payment Monitor 2025 lag der Anteil physischer Kreditkarten an allen stationären Zahlungen bei 14,9 Prozent. Kreditkarten als Abrechnungsprodukt erreichten im gesamten Präsenzgeschäft 22,4 Prozent, in Restaurants waren es 21,8 Prozent. Karten sind also im Alltag etabliert, aber im geschäftlichen Rechnungsverkehr keineswegs automatisch der Standard.
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Geschäftsausgaben brauchen eine eigene Spur
Eine private Karte darf nicht zur dauerhaften Sammelstelle für geschäftliche und persönliche Zahlungen werden. Jede betriebliche Ausgabe braucht einen vollständigen Beleg, eine klare Zuordnung und eine nachvollziehbare Verbuchung. Die Kreditkartenabrechnung zeigt zwar den Zahlungsvorgang, ersetzt aber nicht die Rechnung des Lieferanten.
Für Einzelunternehmen bedeutet die Trennung weniger Rückfragen bei der Buchhaltung und eine bessere Übersicht über den tatsächlichen Betriebsaufwand. Bei einer GmbH oder AG ist sie zusätzlich eine Frage der sauberen Abgrenzung zwischen Privatvermögen und Gesellschaftsvermögen. Private Auslagen können dokumentiert und zurückerstattet werden, doch das sollte die Ausnahme bleiben, nicht der Standardprozess.
Praktische Regel: Eine Geschäftskarte ist dann nützlich, wenn sie nicht nur bezahlt, sondern Belege, Zuständigkeiten und Zahlungsfristen in einen kontrollierten Prozess bringt.
Die Schweizerische Nationalbank beschreibt, dass kleine Unternehmen häufiger Cash, Debitkarten und mobile Zahlungsapps verwenden als grosse Unternehmen. Sie erklärt dies unter anderem damit, dass insbesondere Einzelfirmen geschäftliche Ausgaben ähnlich abwickeln wie private Ausgaben. Gleichzeitig gilt die Kreditkarte im physischen Verkauf aus Sicht der Unternehmen als teuerste Zahlungsmethode, wie die zusammengefassten SNB-Daten zur Kreditkartennutzung in der Schweiz zeigen. Für Selbstständige folgt daraus eine klare Konsequenz: Gebühren, Zahlungsziel und tatsächlicher Nutzen müssen gemeinsam beurteilt werden.
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Die drei Kreditkartentypen im Vergleich für Selbstständige
Für Selbstständige gibt es nicht die eine ideale Karte. In der Praxis begegnen mir drei Lösungsmodelle. Die klassische Firmenkreditkarte stammt von einer Bank und funktioniert dort am besten, wo der Empfänger Karten akzeptiert. Eine Fintech-Geschäftskarte ergänzt die Zahlung meist um digitales Ausgabenmanagement. Eine Zahlungsplattform setzt die Kreditkarte auch bei Rechnungen ein, die normalerweise nur per Überweisung bezahlt werden können.
Die Unterschiede liegen weniger im Kartenlogo als im Zahlungsprozess dahinter. Wer vor allem Geschäftsreisen und Online-Einkäufe bezahlt, braucht hohe Akzeptanz und ein passendes Rewards-Programm. Wer Miete, Steuern oder Lieferantenrechnungen optimieren will, muss zuerst klären, ob die Lösung Zahlungen an Empfänger ohne Kartenterminal ermöglicht.
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Entscheidungsmatrix für den Geschäftsalltag
| Kriterium | Bank-Firmenkreditkarte | Fintech-Geschäftskarte | Zahlungsplattform, z. B. iPayBetter |
|---|---|---|---|
| Jahresgebühr | Oft fixe Jahres- oder Kontogebühr | Je nach Modell kostenlos oder abonnementbasiert | Keine Grundgebühr, transaktionsbasierte Kosten |
| Transaktionskosten | Vor allem vom Händler und Karteneinsatz abhängig | Je nach Karte, Währung und Nutzung | Gebühr pro ausgelöster Zahlung, vorab prüfbar |
| Rewards | Cashback, Punkte oder Meilen je nach Produkt | Häufig Cashback oder individuell definierte Vorteile | Punkte oder Meilen auch bei weitergeleiteten Rechnungszahlungen |
| Akzeptanz | Gut bei Kartenterminals, schwächer bei IBAN-Rechnungen | Gut bei Kartenterminals und Onlinehändlern | Geeignet, wenn der Empfänger nur Banküberweisung akzeptiert |
| Liquiditätsaufschub | Durch Kartenabrechnung vorhanden | Durch Kartenabrechnung oder Abrechnungsmodell vorhanden | Kartenabbuchung erfolgt verzögert, Empfänger erhält Überweisung |
| Buchhaltung | Abrechnung und Exporte, Integration abhängig von der Bank | Oft Belegerfassung, Kategorien und Schnittstellen | Digitale Belege und Transaktionsverlauf für die Ablage |
| Typischer Einsatz | Reisen, Einkäufe, wiederkehrende Kartenzahlungen | Teams, Limits, digitale Ausgabenkontrolle | Miete, Steuern, Versicherungen und Lieferantenrechnungen |
Eine Bankkarte mit Cashback passt zu einem Betrieb, der regelmässig bei akzeptierenden Händlern einkauft und keine komplizierte Rechnungsweiterleitung braucht. Eine Meilenkarte ist für Selbstständige interessant, die geschäftlich viel fliegen und die Einlösung konkret nutzen. Ohne ausreichendes Reisevolumen bleiben Meilen jedoch oft ein psychologischer Bonus statt eines wirtschaftlichen Vorteils.
Die Fintech-Karte spielt ihre Stärke bei mehreren Mitarbeitenden, virtuellen Karten, Projektbudgets und automatisierter Belegerfassung aus. Sie löst aber nicht jedes Akzeptanzproblem. Wenn der Vermieter nur eine IBAN angibt, hilft eine reine Karten-App allein nicht weiter. Für genau diesen Fall kann eine Plattform wie iPayBetter die Kreditkarte belasten und den Betrag per Banküberweisung an den Empfänger weiterleiten.
Die günstigste Karte ist nicht automatisch die wirtschaftlichste. Entscheidend ist, ob sie die Ausgaben erreicht, die in Ihrem Betrieb tatsächlich den grössten Zahlungsdruck erzeugen.
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Bonitätskriterien und erfolgreiche Antragstellung
Selbstständige erhalten eine Kreditkarte, müssen ihre Zahlungsfähigkeit aber anders belegen als Angestellte. Statt regelmässiger Lohnabrechnungen prüfen Anbieter typischerweise die geschäftliche Entwicklung, private Verhältnisse und die Dauer der Tätigkeit. Bei einem Einzelunternehmen fliesst die private finanzielle Situation oft stärker in die Beurteilung ein, weil Unternehmen und Inhaber rechtlich nicht vollständig getrennt sind.
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Unterlagen frühzeitig vorbereiten
Stellen Sie die Dokumente zusammen, bevor Sie mehrere Anträge einreichen. Banken und Fintechs können je nach Rechtsform und Produkt unterschiedliche Nachweise verlangen, häufig gehören dazu:
- Identität: Gültiger Ausweis und Angaben zum Wohnsitz.
- Selbstständigkeit: Handelsregisterauszug oder Gewerbeanmeldung, sofern vorhanden.
- Geschäftsentwicklung: Jahresabschlüsse, Buchhaltungsunterlagen, Umsatznachweise oder betriebswirtschaftliche Auswertungen.
- Steuern: Steuererklärungen oder Steuerbescheide, bei Einzelunternehmen oft auch die private Steuererklärung.
- Zahlungsverhalten: Betreibungsauskunft und Informationen zu bestehenden Verpflichtungen.
- Bankverbindung: Nachweis eines bestehenden Geschäfts- oder Bankkontos.
Anbieter prüfen nicht alle nach denselben Regeln. Eine klassische Bank kann die Unternehmenshistorie, Kontobewegungen und persönliche Haftung stärker gewichten. Ein Fintech arbeitet teilweise automatisierter und verlangt dafür digitale Nachweise oder eine Kontenanbindung. Eine guthabenbasierte Debit- oder Prepaid-Lösung kann für Neugründer zugänglicher sein, weil kein klassischer Kreditrahmen vergeben wird.
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Bonität vor dem Antrag stabilisieren
In den Monaten vor dem Antrag sollten Sie private und geschäftliche Konten konsequent trennen, Steuern pünktlich bezahlen und offene Kreditlimiten kritisch prüfen. Nicht benötigte Limiten können die Beurteilung erschweren, selbst wenn Sie sie nicht vollständig nutzen. Lassen Sie ausserdem Betreibungen und falsche Registereinträge rechtzeitig klären.
Realistische Einkommensuntergrenzen lassen sich nicht pauschal nennen. Sie hängen vom Anbieter, Kartentyp, Kreditrahmen, Wohnsitz, Rechtsform und vorhandenen Sicherheiten ab. Neugründer müssen deshalb oft zunächst mit einer Debitkarte, einer Prepaidkarte oder einer Lösung mit tieferem Limit arbeiten, bis die Geschäftszahlen belastbar dokumentiert sind.
Wer den Online-Kreditkartenantrag für Selbstständige vorbereitet, sollte nicht nur die Bewilligung im Blick haben. Prüfen Sie auch, ob das Produkt die gewünschte Kartenmarke unterstützt, welche Belege exportiert werden können und ob die Abrechnung zum Zahlungsrhythmus Ihres Betriebs passt.
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Liquiditätsmanagement und Rewards als strategisches System
Die stärkste Wirkung einer Kreditkarte für Selbstständige entsteht, wenn Zahlungsfrist und Rewards gemeinsam geplant werden. Eine Karte kann den Kontoabgang innerhalb des Kartenzyklus verschieben. Bei iPayBetter kann dieser Liquiditätsaufschub laut den bereitgestellten Produktangaben bis zu 58 Tage betragen, abhängig vom Kartenzyklus und Abrechnungszeitpunkt. Die Wirkung ist besonders relevant, wenn eine Steuerzahlung oder grössere Lieferantenrechnung auf einen Zeitraum mit schwächeren Zahlungseingängen fällt.
Der Aufschub ist kein zusätzlicher Umsatz. Er verschafft Zeit, offene Kundenrechnungen einzuziehen, ohne eine separate kurzfristige Finanzierung aufzunehmen. Dafür muss die Rückzahlung am Fälligkeitstag bereits eingeplant sein. Ich empfehle, jede grössere Kartenbelastung sofort einer erwarteten Einnahme oder einer vorhandenen Reserve zuzuordnen.
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Pflichtausgaben als Rewards-Kategorie
Klassische Kartenvergleiche konzentrieren sich auf Reisen, Restaurants und Onlinehandel. Für Selbstständige liegen die grössten Volumen aber oft bei Ausgaben, die keine direkte Kartenzahlung anbieten. Eine Zahlungsplattform kann den Kartenbetrag entgegennehmen und den Empfänger per Banküberweisung bezahlen. So werden Miete, Steuern, Versicherungen oder bestimmte Lieferantenrechnungen in den eigenen Zahlungs- und Rewards-Prozess integriert.
Eine Beispielrechnung sollte immer mit den echten Konditionen Ihrer Karte erfolgen. Da keine allgemeingültige Punktebewertung existiert, lässt sich kein seriöser fixer Gegenwert für einen Prämienflug oder Cashback angeben. Die folgende Tabelle zeigt deshalb die richtige Rechenlogik ohne erfundene Annahmen:
| Position | Eigene Geschäftszahl | Rewards gemäss Kartenprogramm | Gebühren | Nettoeffekt |
|---|---|---|---|---|
| Miete | Betrag einsetzen | Punkte oder Meilen laut Tarif | Plattformgebühr | Rewards minus Gebühr |
| Steuern | Betrag einsetzen | Punkte oder Meilen laut Tarif | Plattformgebühr | Rewards minus Gebühr |
| Versicherungen | Betrag einsetzen | Punkte oder Meilen laut Tarif | Plattformgebühr | Rewards minus Gebühr |
| Lieferanten | Betrag einsetzen | Punkte oder Meilen laut Tarif | Plattformgebühr | Rewards minus Gebühr |
| Gesamt | Summe bilden | Gutschrift addieren | Kosten addieren | Vorteil berechnen |
Die Gebühren-Nutzen-Rechnung ist einfach: Multiplizieren Sie jede Zahlung mit der effektiven Rewards-Rate, bewerten Sie die Punkte anhand Ihrer tatsächlichen Einlösung und ziehen Sie sämtliche Karten- und Plattformkosten ab. Erst wenn der verbleibende Wert positiv ist und der Liquiditätsgewinn einen praktischen Zweck erfüllt, lohnt sich die Transaktion. Weitere Hinweise zur Verbindung von Zahlungsfristen und Working Capital helfen bei der Einordnung.
Rewards sind nur dann ein Vorteil, wenn Sie die Punkte verwenden und die Gebühr nicht höher ist als der realisierte Nutzen.
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Steuerliche Behandlung von Gebühren, Cashback und Meilen
Bei der steuerlichen Behandlung zählt nicht das Kartenlogo, sondern der geschäftliche Zusammenhang. Eine Jahresgebühr oder Transaktionsgebühr kann als Geschäftsaufwand behandelt werden, wenn die Karte für betriebliche Zahlungen verwendet wird und die Belege vollständig vorliegen. Bei gemischter Nutzung müssen private Anteile ausgeschieden werden.
Die Verbuchung sollte den Zahlungsweg abbilden. Ein einfaches Beispiel sieht so aus:
- 1Lieferantenrechnung: Der Aufwand wird auf dem passenden Aufwandskonto erfasst, die Gegenbuchung erfolgt über das Kreditkartenkonto.
- 2Kartenabrechnung: Die Zahlung vom Geschäftskonto reduziert die Verpflichtung gegenüber dem Kartenanbieter.
- 3Jahresgebühr: Die geschäftlich begründete Gebühr wird als Finanz- oder Kartenaufwand verbucht.
- 4Transaktionsgebühr einer Plattform: Die Gebühr wird separat vom Rechnungsbetrag dokumentiert und dem entsprechenden Aufwand zugeordnet.
- 5Private Zahlung: Wird eine private Karte ausnahmsweise eingesetzt, muss die betriebliche Ausgabe als private Einlage oder als zu erstattender Betrag erfasst werden.
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Cashback, Punkte und Meilen richtig einordnen
Cashback kann je nach Ausgestaltung als Preisnachlass auf den zugrunde liegenden Aufwand oder als betrieblicher Ertrag erscheinen. Entscheidend sind die Vertragsbedingungen und die konkrete Abrechnung. Erhalten Sie eine Rückvergütung direkt auf die Kartenabrechnung, sollte sie nicht einfach unbeachtet bleiben. Sie muss dem zugrunde liegenden Geschäftsvorgang nachvollziehbar zugeordnet werden.
Bei Meilen und Punkten ist zwischen nicht monetärer Prämie und einer Auszahlung in Geld zu unterscheiden. Eine Einlösung für private Reisen kann zusätzliche Abklärungen auslösen, besonders wenn die Punkte mit geschäftlichen Ausgaben gesammelt wurden. Sobald ein Rewards-Guthaben in Bargeld umgewandelt oder dem Geschäft gutgeschrieben wird, gehört der Vorgang in die Buchhaltung.
Für jede Zahlung gehören Rechnung, Zahlungsbestätigung, Kartenabrechnung und gegebenenfalls die Plattformquittung zusammen. Bei einer weitergeleiteten Überweisung sollte zusätzlich ersichtlich sein, dass der Empfänger den Rechnungsbetrag erhalten hat. Eine digitale Ablage mit eindeutiger Referenz verhindert, dass die Kartenabrechnung später als alleiniger Nachweis verwendet wird. Eine praktische Anleitung zum Bezahlen einer Rechnung mit Kreditkarte kann den Ablauf ergänzen, ersetzt aber nicht die steuerliche Prüfung durch Ihren Treuhänder.
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Klassische Firmenkreditkarte oder alternative Zahlungsplattform
Die richtige Lösung hängt vom Rechnungsprofil ab. Ein Freelancer mit wenigen grossen Rechnungen braucht etwas anderes als ein Handwerker mit vielen kleinen Materialkäufen. Auch internationale Zahlungen, Reisevolumen und die Frage, ob Miete oder Steuern den Cashflow belasten, verändern die Entscheidung.
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Fünf typische Geschäftsmodelle
- Freelancer mit wenigen grossen Rechnungen: Eine Zahlungsplattform passt, wenn einzelne Steuer-, Miet- oder Versicherungszahlungen den Liquiditätsplan stark beanspruchen. Die transaktionsbasierte Gebühr muss gegen den Wert des Zahlungsaufschubs gerechnet werden.
- Handwerker mit vielen Materialrechnungen: Eine Bank- oder Fintech-Karte ist praktischer, wenn Baumarkt, Lieferant und Tankstelle Karten akzeptieren. Virtuelle Karten und Ausgabenlimiten helfen bei Mitarbeitenden und Projekten.
- Online-Händler mit internationalen Lieferanten: Prüfen Sie Fremdwährungsgebühren, Wechselkurs und Akzeptanz. Eine reine Schweizer Rechnungsplattform löst nicht automatisch jedes Problem im internationalen Einkauf.
- Berater mit hohen Reisekosten: Eine Firmenkarte mit Meilen, Reiseversicherung und sauberem Belegexport kann überlegen sein. Der Wert entsteht durch regelmässige Nutzung und tatsächliche Einlösung, nicht durch das Versprechen im Prospekt.
- Einzelunternehmer mit Miete und Steuern: Hier hat die alternative Plattform einen klaren Anwendungsfall, wenn der Empfänger keine Karte akzeptiert. Sie erweitert den Einsatz der vorhandenen Karte auf Zahlungen, die sonst ausschliesslich über IBAN laufen.
Die klassische Firmenkarte verursacht oft fixe Gebühren und kann eine strengere Bonitätsprüfung verlangen. Dafür sind Support, etablierte Bankprozesse und möglicherweise höhere Limiten Vorteile. Die Plattform verlangt dagegen Kosten pro Transaktion und ist deshalb bei kleinen Einzelzahlungen nicht automatisch wirtschaftlich. Sie ist besonders dann interessant, wenn der Zahlungsbetrag hoch genug ist, der Liquiditätszeitpunkt zählt und die Rewards den Gebühren gegenüberstehen.
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Praktischer Fahrplan für Beantragung und die ersten 90 Tage
Beginnen Sie nicht mit dem Antrag, sondern mit einer Ausgabenanalyse. Gruppieren Sie die letzten Karten- und Bankzahlungen nach Reisen, Software, Material, Versicherungen, Steuern, Miete und Lieferanten. Markieren Sie, welche Empfänger Karten akzeptieren und bei welchen Zahlungen Sie eine Weiterleitung per Banküberweisung benötigen.
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Die ersten Wochen
Woche 1 bis 2: Stellen Sie Identitäts-, Geschäfts-, Steuer- und Bonitätsunterlagen zusammen. Prüfen Sie Betreibungen, offene Kreditlimiten und die Trennung von Privat- und Geschäftskonto. Vergleichen Sie nicht nur Rewards, sondern auch Gebühren, Akzeptanz, Abrechnungstermin und Buchhaltungsexport.
Woche 3 bis 4: Reichen Sie einen passenden Antrag ein und schliessen Sie die Identifikation ab. Vermeiden Sie mehrere unkoordinierte Kreditanfragen. Nach der Aktivierung richten Sie Benachrichtigungen, 3D Secure, starke Passwörter und interne Limiten ein.
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Tag 30 bis 90
Ab dem ersten Monat testen Sie zunächst überschaubare Geschäftszahlungen. Hinterlegen Sie Belege unmittelbar, verbinden Sie den Export mit Ihrer Buchhaltung und dokumentieren Sie bei Plattformzahlungen den Empfänger, den Rechnungsbetrag, die Gebühr und den Überweisungsnachweis. Ab Tag 60 prüfen Sie, ob der Abrechnungstermin tatsächlich zu Ihren Kundenzahlungen passt.
Bis Tag 90 sollte die Auswertung vier Fragen beantworten:
- Kosten: Übersteigen Gebühren den realisierten Rewards-Wert?
- Liquidität: Deckt die Zahlungsfrist einen konkreten Engpass ab?
- Dokumentation: Ist jeder Kartenumsatz mit einem Beleg verknüpft?
- Sicherheit: Sind 3D Secure, SSL-Verschlüsselung, Zugriffsrechte und ein passender Serverstandort für Datenschutz und Compliance geprüft?
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Eine Kreditkarte für Selbstständige ist kein Bonusprogramm mit Geschäftskonto, sondern ein Teil Ihrer Zahlungsarchitektur. Wählen Sie die Lösung anhand der grössten Pflichtausgaben, testen Sie den Prozess mit echten Belegen und begleichen Sie jede Abrechnung vollständig.
iPayBetter GmbH ermöglicht Selbstständigen, Rechnungen auch dann mit Visa, Mastercard oder American Express zu bezahlen, wenn der Empfänger keine Kartenzahlung anbietet, wobei die Zahlung per Banküberweisung weitergeleitet wird. Wenn Sie Miete, Steuern oder Lieferantenrechnungen mit Liquiditätsaufschub und Rewards verbinden möchten, besuchen Sie iPayBetter GmbH und prüfen Sie die Gebühren vor der ersten Zahlung.

